Transport / Logistik / Auto

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Transport und Logistik

Unternehmen aller Branchen sind in Singapur stets mit der „Transport-Thematik“ beschäftigt. Sei es z. B. mit dem Verschiffen von Waren von Deutschland nach Singapur, dem Transport von Gütern innerhalb Asiens per Schiff und LKW, dem Reisen der Mitarbeiter und Geschäftspartner, oder dem Reisen innerhalb der Stadtgrenzen von Singapur. Es sollte stets Ihr Ziel sein, eine optimale Verbindung anzustreben und außerdem die zentrale geographische Lage von Singapur optimal auszunutzen.

Spedition & Transport:

Der Warentransport von und nach Asien muss optimal organisiert sein. Dokumente müssen stets den jeweiligen Anforderungen entsprechen und die Ware muss über eine extrem grosse Distanz, ohne Verzögerung und schadenfrei transportiert werden. Aus diesem Grunde ist die Wahl eines verlässlichen und lokal erfahrenen internationalen Spediteurs oberste Priorität. Folgend finden Sie einige wichtige Fragen, die bei der Auswahl eines geeigneten Spediteurs zu beachten sind:

– Ist der Spediteur flexibel und verfügt er über die erforderliche Erfahrung in und für Singapur und Deutschland?

– Ist er nahe oder sogar direkt am Flughafen von Singapur (“Changi-Airport”) gelegen?

– Kann er „außergewöhnliche“ Aufträge ausführen, die er nicht mit seinem eigenen Fuhrpark durchführen kann bzw. hat er Kontakte zu zuverlässigen Partnern, die diese Transporte anbieten können? Kann er gegebenenfalls, wenn es eilig wird, auch Kurier- und/oder Expressfahrten anbieten?

– Werden die Fahrer regelmäßig geschult, z. B. in den Bereichen Fahrsicherheit, Kundenumgang, Ladungssicherung und ökologischer Fahrweise?

– Sind seine Fahrer sorgfältig ausgewählt – polizeiliches Führungszeugnis, Verständnis für Kunden, Ladung, Fahrzeug etc.?

– Wird der Fuhrpark permanent erneuert – Fahrzeuge mit aktuellster Umwelttechnik etc.?

Fluggesellschaften:

Airplane_2_LRDer Kauf eines Flugtickets nach Singapur ist wahrscheinlich eine der ersten Dienstleistungen, die Sie in Anspruch nehmen werden. Sie wollen sich schließlich selbst ein Bild von Singapur machen und eventuell bereits die „fünf Schritte“ der Unternehmensgründung vor Ort in Singapur „abarbeiten“. Aufgrund der exzellenten Anbindung des „Changi-Airports“, dem internationalen Flughafen von Singapur, können Sie mehrmals täglich mit verschiedenen Fluggesellschaften von Frankfurt nach Singapur fliegen. Wenn Sie in Singapur angekommen sind, brauchen Sie im Normalfall nie länger als 25-60 Minuten bis zu Ihrem Hotel. Sollten sie allerdings aus Kostengründen oder aber weil Sie kurzfristig keinen Direktflug mehr bekommen konnten, einen Flug mit Zwischenlandung(en) suchen, sind die Alternativen der einzelnen Luftfahrtgesellschaften enorm, „irgendeine“ Flugverbindung werden Sie erfahrungsgemäß immer rechtzeitig finden.

Anbieter/Luftfahrtgesellschaften (mit Direktflügen nach Deutschland):

•    Lufthansa Singapore

•    Singapore Airlines

•    Singapore Airlines Cargo

Schifffahrtsgesellschaften:
Das erste, was Ihnen beim Landeanflug auf Singapur sicherlich auffallen wird, sind die vielen Schiffe, die vor Singapurs Küsten auf Reede liegen. Der Hafen von Singapur ist einer der größten der Welt und wird auch aufgrund der sehr zentralen geographischen Lage als das „Tor nach Asien“ bezeichnet. Enorme Mengen an Containern werden täglich im Hafen be- und entladen. Aus diesem Grunde haben sich diverse deutsche und internationale Schifffahrtsspezialisten in Singapur niedergelassen, die allesamt auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückblicken können und Ihnen die Organisation wie z. B.die Verzollung und den Gütertransport abnehmen.

Autofahren & Fuhrpark-Management:

Anschaffung von Fahrzeugen:
Das Bedürfnis nach Mobilität in Singapur ist groß. Der Stadtstaat Singapur bietet diesbezüglich eines der am besten ausgebauten öffentlichen Nahverkehrssysteme der Welt. Insgesamt 4 U-Bahn Linien der MRT (“Mass Rapid  Transit”) ziehen sich durch das gesamte Stadtgebiet. Dieses System wird ergänzt durch zahlreiche Busverbindungen und kleinere Hochbahnverbindungen, die sogenannten Slide1LRT (“Light Rail Transit”) Linien. Für viele Angelegenheiten ist der öffentliche Nahverkehr daher ein approbates Mittel zur Fortbewegung. Dennoch bleiben einige Bedürfnisse unabgedeckt und in vielen Fällen ist der Zugriff auf ein eigenes Kraftfahrzeug unerlässlich. Insbesondere für Firmen und Firmenangehörige ist häufig der eigene PKW unabdingbar. So klein Singapur auch auf den ersten Blick erscheint, so unerreichbar können manche Gebiete in Singapur auch sein. Auch das gewisse extra an Komfort an einem nicht seltenen regnerischen Tagen, oder aber auch das Befördern von sperrigen Gütern, führen oft zu dem Bedürfnis ein Fahrzeug anzuschaffen.  Wenn das Bedürfnis nach einem PKW besteht gibt es verschiedene Möglichkeiten auf die hier kurz eingegangen werden soll.

Kauf eines PKW:
Singapur ist teuer, und spätestens wenn man sich über die Anschaffung eines Fahrzeuges Gedanken macht, realisiert man was für ein Luxusgut ein eigener PKW darstellt. Neben dem ohnehin erhöhten Anschaffungspreis eines Fahrzeuges der rund 30% über dem Listenpreis in Deutschland liegt, wird bei der Anmeldung  des PKWs  eine Gebühr fällig. Die COE („Certificate of Entitlement“) muss mit der Anmeldung des Fahrzeuges ersteigert werden. Wie bei einer Versteigerung üblich, ist der Preis daher “flexibel” wobei der Preis eine steigende Tendenz hat. Die COE wird unterteilt in Fahrzeuge die einen Hubraum von weniger als 1600cc oder mehr als 1600cc haben. Für Fahrzeuge der ersten Kategorie liegt die COE bei ca. SGD 70.000, bei Fahrzeugen der zweiten Kategorie bei circa SGD 85.000. Diese Gebühr ist 10 Jahre lang an das Fahrzeug gebunden und unterliegt auch noch während dieser 10 Jahre der Preisentwicklung der COE. Für die Anschaffung eines PKW bedeutet dies, dass ein Neufahrzeug in der Regel nicht unter SGD 160.000 zu haben ist. Die Anschaffung wird zusätzlich erschwert, indem eine Finanzierung nur unter besonderen Voraussetzungen möglich ist.  Die finanzierte Gesamtsumme darf nicht mehr als 50% des Fahrzeugwertes betragen und der finanzierte Betrag muss innerhalb von 5 Jahren zurückgezahlt werden. Die Anschaffung eines Fahrzeuges ist daher mit extrem  hohen Kosten verbunden. All diese Faktoren wirken sich auch auf den Gebrauchtwagenmarkt aus. Die Verknüpfung der COE mit dem Fahrzeug führt dazu, dass ein Fahrzeug mit der COE verkauft werden kann. Verkauft man ein car_12_LRFahrzeug daher nach 2 Jahren, verbleiben noch 8 Jahre COE. Für den Wert dieser COE wird der aktuelle Preis einer neuen COE zugrunde gelegt. Bei Verkauf eines Fahrzeuges kann man daher 80% des aktuellen COE Preises verlangen. Verbunden mit dem Fahrzeugwert wird man daher auch auf dem Gebrauchtwagen hohe Preise vorfinden. Der Verkauf eines Fahrzeuges wird daher ebenfalls erschwert. Bei den generell hohen Kosten ist es teilweise sehr schwer einen Käufer für gebrauchte Wagen zu finden. Die Käufer die das Geld für die Anschaffung eines Wagens haben, werden bevorzugt einen neuen Wagen anschaffen wollen.

Leasing:
Als weitere Alternative steht das Leasing zur Verfügung. Auf dem Markt existieren zahlreiche Leasinganbieter. Diese bieten Verträge zwischen 1 und 5 Jahren an. Das Leasing hat den Vorteil, dass man die hohen Anschaffungskosten teilweise umgeht und die finanzielle Belastung auf mehrere Monate verteilt ist. Aufgrund der hohen Anschaffungskosten bewegen sich auch die Leasingangebote auf einem hohen Preisniveau. Zudem werden beim Abschluss des Leasingvertrages zwei Leasingraten als Kaution für das Fahrzeug sowie die erste Rate fällig. Daher ist auch beim Leasing zu beachten, dass eine hohe finanzielle Belastung entsteht. Beim Leasing sollte stets darauf geachtet werden, dass in dem Leasingangebot alle anfallenden Kosten enthalten sind. Diese umfassen die Road Tax, die Versicherung und in den meisten Fällen auch die Wartungsverträge mit dem Hersteller. Insbesondere letztere sollten unbedingt vorhanden sein, da man sonst entweder die hohen Kosten für die Wartung selbst tragen muss, oder bei der Abgabe des Fahrzeuges hohe Kosten auf einen zukommen können. Viele Leasinganbieter bieten extrem günstige Angebote für ältere Fahrzeuge an. Von diesen Angeboten kann man in der Regel abraten. Die Fahrzeuge sind häufig in einem sehr schlechten Zustand und erzeugen Folgekosten, welche die Kosten der alternativen “bewährten” Leasingunternehmen übersteigen.   Auch sollte man in diesen Fällen stets den Versicherungsschutz überprüfen. Hohe Selbstbeteiligungen und zahlreiche Ausnahmen machen das Fahren in diesen Fällen zu einem hohen Risikofaktor.

Miete:
Oesterreich, Austria
Die Anmietung von Fahrzeugen hat den Vorteil, dass es keinerlei Anschaffungskosten gibt. Die gegebenenfalls erhobene Kaution ist überschaubar und im Mietpreis sind alle Kosten enthalten. Ein Mietvertrag hat keine Mindestlaufzeit und kann außerdem jederzeit beendet oder unterbrochen werden. Im Vergleich zum Leasing entstehen beim Mieten von Fahrzeugen höhere laufende Kosten. Im Hinblick auf die extremen Kosten bei der Anschaffung  von Fahrzeugen, macht es aber Sinn, sich darüber Gedanken zu machen ob es wirklich notwendig ist, das Fahrzeug durchgehend zur Verfügung zu haben oder ob ein Mietwagen zu den Zeiten in denen er benötigt wird nicht die bessere Alternative darstellt. Bei der Anmietung von Fahrzeugen gibt es ebenfalls zahlreiche Anbieter, die sehr alte Fahrzeuge zu günstigen Preisen auf dem Markt anbieten. Auch hier ist ein solches Angebot mit Vorsicht zu genießen. Die Sicherheit sollte immer an erster Stelle stehen. Die Fahrzeuge sind oft schlecht gewartet und versichert. Es ist sehr zu empfehlen, sich bei der Auswahl des Mietwagenanbieters sorgfältig zu informieren und nicht alleine den Preis entscheiden zu lassen. Oft ist es den Mehrpreis wert. Insbesondere die Qualität der Versicherung ist häufig nicht zu erkennen und birgt immense Risiken. Teilweise sind die Fahrzeuge nicht für Kurzzeitmieten versichert. Für Firmen oder Vielmieter bieten die meisten Mietwagenfirmen spezielle Firmenangebote („Corporate Accounts“) oder Bosnusprogramme für Vielmieter an, die den Preis signifikant beeinflussen können. Insbesondere für Firmen lohnt es sich, einen der meist unverbindlichen Corporate Accounts zu schließen und so immer die Möglichkeit zu haben, einen Mietwagen schnell und sicher zu bekommen.

Sharing:
Das sogenannte Fahrzeugsharing ist in Singapur weit verbreitet. Insbesondere die hohen Kosten bewegen viele Fahrzeuginhaber dazu, den Wagen zum Sharing anzubieten und so die Kosten zu minimieren. Hiervon ist jedoch ausdrücklich abzuraten. Das Anbieten von Fahrzeugen zum Fahrzeugsharing ist in Singapur verboten. Es wird zwar in der Regel geduldet führt aber bei Unfällen häufig zu Problemen mit den Behörden und nicht zuletzt zum Verlust des Versicherungsschutzes. Es gibt namentlich keine Versicherung in Singapur, die einen Wagen als Vermietfahrzueg versichert wenn er nicht Bestandteil einer Mietwagenflotte ist. Dies ist in der Regel für den Mieter nicht zu erkennen und daher sehr riskant. Am Ende sollte man sich intensive Gedanken darüber machen, welche Bedürfnisse man für sich oder seine Firma hat. Die Anschaffung eines Fahrzeuges ist in den wenigsten Fällen sinnvoll. Ein Leasing ist dann sinnvoll, wenn man weiß, dass man den Wagen täglich brauchen wird und ihn für mindestens 2 bis 3 Jahre fahren will. In allen anderen Fällen macht es Sinn, das gute Verkehrsnetz in Singapur zu nutzen und durch einen Mietwagen zu ergänzen. Bei allen Alternativen ist davon abzuraten, alleine auf den Preis zu schauen. Ein Fahrzeug in Singapur ist extrem kostenaufwändig. Ein Angebot das günstig ist geht häufig Kompromisse in Sachen Versicherung und Sicherheit ein. Für Firmen ist ein Vertrag mit einem Mietwagenanbieter ratsam. In der Regel werden solche Verträge unverbindlich angeboten und man kann sich flexibel aneinander anpassen. Das Outsourcen einer eigenen Flotte hat in jeder Hinsicht hohes Kosteneinsparungspotential. Schließlich eröffnet sich auch eine Stellplatzproblematik, Stellplätze sind rar. Privatpersonen die in einem Kondominium leben, erhalten in der Regel einen Stellplatz zu ihrem Mietvertrag. Für Firmen die mehrere Fahrzeuge benötigen, kann die Stellplatzfrage aber schnell zu einem handfesten Problem werden. Mehrere Fahrzeuge unterzubringen ist, wenn man nicht gerade Eigentümer des Gebäudes ist, schwer. Selbst wenn man bereit ist, die enormen Kosten zu tragen, wird man häufig abgewiesen. Auch hier kann das Outsourcen eine Lösung sein. Ein Mietwagenbieter kann die Fahrzeuge bei Bedarf zustellen und abholen, so dass auch hier keine Kosten entstehen.

Fahren in Singapur:
Objektiv ist das Fahren in Singapur wesentlich einfacher als in anderen vergleichbaren Metropolen wie New York, Shanghai oder Sydney. Gleichwohl ist Singapur verglichen mit allen deutschen Städten anspruchsvoll. Insbesondere der Linksverkehr birgt anfangs seine Tücken. Die deutsche car_10_LRFahrerlaubnis ist in Singapur in Verbindung mit einem internationalen Führerschein gültig. Nach 12 Monaten muss allerdings der Führerschein umgeschrieben werden. Hierfür ist es notwendig den schriftlichen Teil der Fahrerlaubnisprüfung zu absolvieren, was in der Regel keinen großen Aufwand macht. Eine weitere Besonderheit in Singapur ist die in jedem Wagen installierte IU („In-Vehicle Unit“). In dieses Gerät muss eine mit einem Geldbetrag aufgeladene Karte eingeführt werden. Fährt man nun durch ein „Toll Gate“ wird die Straßenbenutzungsgebühr automatisch von der Geldkarte abgezogen. Das selbe System ist auch in 99% der Parkhäuser installiert. Die IU wird vom Parkhaus beim Einfahren erkannt und abgespeichert. Beim Ausfahren wird der Betrag für die Zeit des Parkens automatisch von der Geldkarte abgezogen. Es ist darauf zu achten, dass die Karte immer mit ausreichend Guthaben aufgeladen ist. Im Parkhaus ist es lediglich unbequem wenn man nochmal aussteigen muss um die Karte aufzuladen. Fährt man jedoch mit zu wenig Guthaben durch ein “Toll Gate”, wird eine Strafgebühr von SGD 10 fällig. Während einer Fahrt durch die Innenstadt kann man so schon einmal 4 bis 5 Toll Gates durchfahren und erhebliche Kosten produzieren.

Logistik:

Tor nach Asien, Gateway to AsiaDie Eroberung eines neuen Auslandsmarktes kann allerdings auch eine geeignete Gelegenheit dafür darstellen, die komplette Logistikkette auf den Prüfstand zu stellen und gegebenenfalls von Grund auf neu zu strukturieren. Der Transport spielt in diesem Zusammenhang „nur“ eine Rolle. Überprüfen Sie darüber hinaus die Sicherstellung von Transport, Verteilung von Gütern, Lagerung, Bereitstellung, Beschaffung von Personen, Informationen oder auch Energie und die entsprechende Notwendigkeit der Steuerung und Kontrolle aller relevanten Teilaufgaben. Letztendlich können „falsche“ Prozesse Ihre Kosten sehr schnell in die Höhe treiben und Ihre Marktchancen vor Ort verringern. Binden Sie möglichst von Beginn an lokale Partner ein, die Singapur kennen und verstehen, um das „richtige Gut am richtigen Ort“ zu haben.

 

Nächster Schritt: “Reisen & Hotels”