Optimal im Ausland versichert – Checkliste & Leitfaden für Singapur

Optimal im Ausland versichert – Checkliste & Leitfaden für Singapur

Um einen allumfassenden Überblick über die Versicherungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Ausland zu erhalten, ist es normalerweise notwendig, ein umfassendes Beratungsgespräch mit den jeweiligen Personen zu führen. Trotzdem empfiehlt es sich, sich schon vor der Abreise aus dem jeweiligen Heimatland, in diesem Fall Deutschland, zu informieren. Folgende Fragen sollten in diesem Zusammenhang gestellt werden:

– Was ist für mich wichtig? Was brauche ich, um mich und meine Familie ausreichend gegen die Gefahren des täglichen Lebens abzusichern?

– Was muss ich als Arbeitgeber veranlassen, um meinen Mitarbeiter gut abgesichert entsenden zu können? Die Risiken, die sich weltweit stellen, sind im Wesentlichen die gleichen wie in Deutschland. Der Unterschied dabei ist nur, dass dem ausgeprägten Versicherungsbedürfnis in den meisten Ländern, sowie auch in Singapur, nur unzureichend Rechnung getragen wird.

Hier zunächst eine kurze Auflistung der Standard-Versicherungen, die in Deutschland jeder Haushalt abschließen kann und meistens auch abgeschlossen hat:

•    Haftpflichtversicherung
•    Krankenversicherung / Private Krankenversicherung
•    Berufsunfähigkeitsversicherung
•    Unfallversicherung
•    Lebensversicherung
•    Rechtsschutzversicherung
•    Hausratversicherung
•    Wohngebäudeversicherung
•    Kfz-Versicherung

Jedoch hat nicht jede Familie all diese Versicherungsmöglichkeiten auch in Deutschland vollends genutzt. Demzufolge ist die Auswahl des geeigneten Versicherungsschutzes eine Frage der persönlichen Bedürfnisse. Um diese Bedürfnisse auch im Ausland erfüllen zu können, bedarf es einer Deckungserweiterung innerhalb der bestehenden Verträge.

Es gibt einige Versicherer, die für einen gewissen Zeitraum weltweiten Schutz anbieten, dabei ist jedoch zu bemerken, dass die meisten deutschen Versicherungsgesellschaften mit ihren Produkten dafür nicht ausgelegt sind. Eineentsprechende Prüfung kann in Eigenregie erfolgen – durch Überprüfung der Bedingungen oder direktüber den Kontakt zu dem jeweiligen Versicherer. Eventuell hilft einem auch der jeweilige Vertreter in der Heimat weiter. Oder aber, wenn es sich um eine größere Firma handelt, in der man angestellt ist, gegebenenfalls auch die Personalabteilung, die die Aufgaben von Entsendungen übernimmt.
 Das Problem dabei ist, dass seitens der Versicherungsabteilungen oftmals nur “teilrichtige” Aussagen getroffen werden. Der jeweilige Mitarbeiter kennt sich in diesen speziellen Fällen nur unzureichend aus, da dies kein Standardproblem in der täglichen Arbeit darstellt. 
Die Personalabteilungen der Firmen kümmern sich meistens nur im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht um die Krankenversicherung, die sie einem Entsandten an die Hand geben müssen, um die gesetzlichen Anforderungen in Deutschland zu erfüllen. Eine weitergehende Beratung kann man in den meisten Fällen nicht erwarten.
Bei lokalen Anstellungsverhältnissen entfällt sogar die Verpflichtung zur Fürsorge nach den deutschen gesetzlichen Vorgaben.
 Auf was man bei einer Durchsicht beziehungsweise Überprüfung seiner eigenen Versicherungssituation achten sollte, kommt natürlich auf die persönliche Lebensplanung sowie auf den gewünschten Versicherungsschutz an. Hier einige Fragen, die man sich zur jeweiligen Versicherungssparte grundsätzlich stellen sollte.

•    Gibt es einen weltweiten Deckungsschutz im bereits bestehenden Versicherungsvertrag?
•    Wie lange ist der weltweite Deckungsschutz gegebenenfalls gewährleistet?
•    Wie hoch sind die Deckungssummen weltweit und sind diese ausreichend?
•    Wie sehen eventuelle Ausschlüsse bei Weltweitdeckungen aus?
•    Welche Optionen habe ich nach Ablauf des Deckungsschutzes?
•    Ist es sinnvoll, die bestehende Versicherung weiterlaufen zu lassen?
•    Gibt es Alternativen innerhalb des bestehenden Vertrages?
•    Lassen sich Sonderabsprachen mit dem Versicherer treffen?

Nach diesen Erkenntnissen stellt sich nun wiederum die Frage:
 Welche Möglichkeiten bestehen außerdem, sich ausreichend abzusichern, wenn man vorhat, nach Singapur zu gehen?

1) Es gibt die Möglichkeit einer lokalen Absicherung.

2) Die Option einer internationalen Deckung von Deutschland aus.

3) Eine internationale Deckung mit deutschen Versicherern vor Ort.

Jedoch ist dabei das Wissen eines Versicherungsexperten gefragt, der auf diesem Gebiet spezialisiert ist. Da dieses Fachgebiet nur eine Nische im Gesamtversicherungsmarkt ausmacht, ist diesbezüglich das fachliche Know-how nur bei einem Spezialisten zu erwarten.

Hier eine kurze Auflistung der Möglichkeiten einer lokalen Absicherung. In Singapur gibt es die Möglichkeit, Versicherungen aus vielen verschiedenen Risikobereichen abzuschließen:

•    Hausrats-,
•    Haftpflicht-,
•    Wohngebäude-,
•    Kranken-,
•    Unfall-,
•    Lebens-,
•    Kraftfahrzeugversicherung,

wobei die Leistungshöhe sowie das Leistungsspektrum teilweise deutlich von dem Gewohnten abweichen. Die Auflistung der gängigen Versicherungsarten ist aus Gründen der Übersichtlichkeit beschränkt. Sollten Sie größeren Wert auf die internationale Absicherung mit einem deutschen Versicherer legen, so gibt es, wie schon erwähnt, die Möglichkeit, diese entweder aus Deutschland heraus beziehungsweise vor Ort zu gestalten. Möglichkeiten bestehen in folgenden Versicherungsbereichen:

•    Hausratversicherung,
•    Haftpflichtversicherung,
•    Krankenversicherung,
•    Unfallversicherung,
•    Lebensversicherung,
•    Rechtsschutzversicherung
•    Berufsunfähigkeitsversicherung
•    sowie D&O.

Nun stellt sich die Frage:
 Was ist vorteilhafter? Eine lokale oder besser eine internationale Deckung? Bei der lokalen Deckung haben Sie den Vorteil, dass sich die jeweilige Versicherungsgesellschaft direkt vor Ort befindet und dass sie einen Ansprechpartner haben, der mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut ist. Allerdings ist der Deckungsschutz in den meisten Fällen auf Singapur bezogen und in den Leistungen meist nicht vergleichbar mit deutschen Anbietern. Auch ist der Versicherungsschutz bei einem eventuellen Umzug nicht fortführbar. Das heißt, sollten Sie Singapur beispielsweise nach zwei oder drei Jahren aus beruflichen oder privaten Gründen verlassen, kann der Versicherungsschutz meistens nicht mit in ein anderes Land übernommen werden.

Bei einem internationalen Deckungsschutz ist die Gesellschaft in der Regel in Deutschland oder zumindest in Europa ansässig. Der jeweilige Ansprechpartner ist deutschsprachig und kennt die speziellen Bedürfnisse der deutschen Kunden. Auch ist oftmals der Deckungsschutz um vieles weitreichender als der
 einer lokalen Absicherung. Ein wichtiger Punkt dabei ist, dass der Versicherungsschutz transportabel ist. Das bedeutet, egal wo sich der Versicherte in Zukunft aufhalten wird, kann er den Versicherungsschutz mitnehmen und braucht den Versicherer nicht mehr zu wechseln. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, da dadurch ein ununterbrochener Versicherungsschutz besteht und die Möglichkeit von Deckungslücken minimiert ist. Auch ist eine Konvertierung an deutsche Verhältnisse bei einer eventuellen Rückkehr möglich. Dies gibt dem Versicherten ein Gefühl von Sicherheit und rechtfertigt den gegebenenfalls leicht erhöhten Beitrag auf jeden Fall. Da die Krankenversicherung für die meisten Familien sowie für Firmen, die ihre Mitarbeiter entsenden, den wichtigsten Schutz darstellt und dieses Thema außerdem zu einem der kompliziertesten zählt, soll nun speziell darauf eingegangen werden.

versicherung-icon_LRWas man bei der Auswahl des richtigen Krankenversicherungs-schutzes beachten muss, lässt sich nicht in ein paar Sätzen abschließend erklären,da dies natürlich von der individuellen Lebenssituation und der Ausgabenkalkulation abhängt, in der sich der Kunde beziehungsweise die Firma befindet. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, in Singapur eine lokale Versicherung abzuschließen. Jedoch sind die Leistungsinhalte meist nicht mit dem gewohnten Versicherungsschutz in Deutschland vergleichbar und schon gar nicht mit den Auflagen, die eine Firma im Zusammenhang mit der Entsendung von Mitarbeitern beachten muss. Gleichzeitig ist in den meisten Fällen
der Versicherungsschutz auf Singapur begrenzt und bildet somit nicht die Bedürfnisse der Expatriates beziehungsweise der Mitarbeiter, die aus beruflichen Gründen im Ausland arbeiten, ab. Dies ist damit zu begründen, dass im Besonderen ein Krankenversicherungsschutz in Abhängigkeit von Alter und Gesundheit kalkuliert wird. Der damit verbundene ständige Wechsel des Krankenversicherungsschutzes ist auf gar keinen Fall zu empfehlen. Um diese Probleme zu umgehen, bietet sich eine weit bessere Lösung im Hinblick auf einen dauerhaft guten Versicherungsschutz an – es handelt sich hierbei um eine sogenannte Expatriate-Krankenversicherung. Diese kann sowohl als Einzel- sowie auch als Firmenlösung einen sehr sinnvollen Schutz darstellen. Bei einer Einzellösung ist der Versicherungsschutz auf den Versicherten abgestellt, so dass bei einem eventuellen Arbeitgeberwechsel oder einem Wechsel in ein anderes Land dieser Umstand eine untergeordnete Rolle darstellt und ein dauerhaft guter Versicherungsschutz beibehalten werden kann. Bei Einrichtung von Firmen-Rahmenverträgen beziehungsweise Firmen-Gruppenverträgen gibt es die Option mit einer Zusatzkalkulation, die ein sogenanntes Weiterführungsrecht für das einzelne Mitglied innerhalb des Vertrages inkludiert. Oftmals ist natürlich auch der Gesundheitszustand der Individualperson ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Versicherungsschutzes. Bei größeren Firmenverträgen ist eine Pauschalabsicherung aller Mitarbeiter hinterlegt, so dass es für den Einzelnen, wenn er an Vorerkrankungen leidet, diesbezüglich wenig Probleme gibt, wenn der Vertrag entsprechend gestaltet ist. Bei der Individualversicherung muss natürlich das Risiko des Versicherten separat kalkuliert werden, was zu einem Ausschluss des jeweiligen Leidens beziehungsweise einem Zuschlag auf die Versicherungsprämie oder in den schlimmsten Fällen sogar zur Nichtannahme eines Versicherungsvertrages führen kann. Auch dafür gibt es Lösungen bei verschiedenen Anbietern, die pauschal alle Vorerkrankungen aus dem Versicherungsschutz ausschließen, so dass für die übrigen gesundheitlichen Risiken dann doch noch Versicherungsschutz gewährt werden kann. Natürlich spielt bei der Wahl des richtigen Versicherungsschutzes auch der Preis eine Rolle. Dieser Umstand ist selbstverständlich in Abhängigkeit zur persönlichen Einkommenssituation des Kunden beziehungsweise zur Budgetierung innerhalb eines Firmenrahmenvertrages zu sehen.

Um einen allumfassenden Überblick über die Versicherungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Ausland zu erhalten, ist es normalerweise notwendig, ein umfassendes Beratungsgespräch mit den jeweiligen Personen zu führen.

Wie bereits erwähnt, ist bei klassischen Entsendungen der Arbeitgeber dazu verpflichtet, einen ausreichenden Versicherungsschutz zur Verfügung zu stellen. Dabei ist eine Reduzierung auf Basis-Leistungen somit nicht möglich. Dies hat natürlich Auswirkung auf die Beiträge, die dadurch eine gewisse Höhe haben müssen, um das Risiko vollständig abzudecken. Sollte sich bei einer Firma der Versicherungsbedarf so darstellen, dass es sich um lokale Anstellungsverträge handelt, so ist auch der Versicherungsschutz frei verhandelbar, da es keine gesetzlichen Auflagen hinsichtlich der Entsendungsrichtlinien gibt. Bei einem Arbeitgeberwechsel sollte der Versicherte sich immer darüber informieren, wie sich sein eigener Versicherungsschutz ändert. Somit bietet es sich an, dass der Versicherungsschutz schon vorab auf ihn bzw. auf seine Familie abgestellt ist. Sollte in der Vergangenheit nicht die richtige Wahl getroffen worden sein, kann man den Versicherungsschutz gegebenenfalls anpassen. Dies kommt natürlich wiederum auf die persönliche Ausgangssituation des Versicherten an. Grundsätzlich gilt auch hier die Regel: Je jünger und gesünder die versicherte Person ist, desto leichter ist dies darstellbar. Regelmäßig stößt man auf Probleme, die es in diesem Zusammenhang mit Krankenversicherungen gibt. Hier einige Beispiele:

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•    Ein Betroffener sowie seine Familie sind über eine lokale Firmenversicherung versichert. Bei einem der Kinder des Betroffenen kommt es zu gesundheitlichen Problemen, die eine aufwendige Behandlung erforderlich machen. Die erwähnte Firmenversicherung deckt diese speziellen Leistungen nicht. Aus diesem Grund möchte der Betroffene seinen Versicherungsschutz wechseln. Hier einen neuen Versicherungsschutz aufzubauen und dem betroffenen Kind damit eine voll umfängliche Absicherung zu gewährleisten, ist äußerst schwer. Da in diesem Fall mit hohen Behandlungskosten zu rechnen ist, will natürlich jeder Versicherer entweder einen hohen Zuschlag auf die Krankheit haben oder empfiehlt sogar einen Leistungsausschluss. In diesem Fall gibt es für den Kunden keine sinnvolle Möglichkeit, seine Versicherung auszuweiten.

•    Ein Kunde war viele Jahre bei einer großen deutschen Firma beschäftigt und über den Gruppenvertrag mit seiner Familie voll umfänglich abgesichert. Nun ist der Kunde gezwungen beziehungsweise denkt daran, den Arbeitgeber zu wechseln. Der neue Arbeitgeber hat allerdings einen Firmengruppenversicherungsvertrag entweder gar nicht oder nicht
in diesem erforderlichen Umfang abgeschlossen, so dass der Kunde gezwungen ist, sich einen privaten Versicherungsschutz zu suchen. In diesem Fall kann dem Kunden ein besserer Versicherungsschutz angeboten werden. Nachteilig ist, dass der Kunde natürlich im Laufe der Jahre gealtert ist und somit in eine neue Altersstufe bei der Versicherungskalkulation eingestuft wird.

•    Ein Mitarbeiter hat bis zu seiner Pensionierung bei einer deutschen Firma gearbeitet und war, zusammen mit seiner Familie, durch eine Firmenversicherung versichert. Nachdem er nun nicht mehr bei der Firma beschäftigt ist, ist er gezwungen, sich einen neuen Versicherungsschutz zu suchen. Dies ist nur möglich, indem er deutlich höhere Beiträge bezahlt beziehungsweise bei bestehenden Vorerkrankungen empfindliche Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge in Kauf nehmen mussFazit:Sie sehen an den Fallbeispielen, dass die Abhängigkeit vom Alter oder dem persönlichen Gesundheitszustand wesentlich für den Neuabschluss einer Krankenversicherung ist und dass genau aus diesem Grund von Anfang an auf einen allumfassenden, flexiblen und auf die Person bezogenen Versicherungsschutz Wert gelegt werden sollte. Viele der Arbeitnehmer, die sich im Ausland befinden und sich dort auch über Jahre hinweg gut versichert fühlten, erleben später ein fassen, so ist jedoch auch zu diesem Zeitpunkt mit höheren Beiträgen zu rechnen. Ein Teil der Versicherungsbeiträge für die Krankenversicherung fließt in die sogenannte Altersrückstellung ein, die dann dazu verwandt wird, die Beiträge zu senken, die kalkulatorisch im Alter deutlich ansteigen würden. Sollte man diese Vorsorge, aus welchen Gründen auch immer, nicht getätigt haben, so wird es zwangsläufig im Krankenversicherungsbereich zu einer drastischen Erhöhung der Beiträge im Alter kommen. Diesem kann man dann nur begegnen, in dem man entweder Leistungsverzichte innerhalb des bestehenden Vertrages mit einfügt oder eine höhere Selbstbeteiligung wählt. Es gibt natürlich auch von verschiedenen Versicherungsgesellschaften sogenannte Retired-Tarife, die einen Basisschutz an Krankenversicherungsschutz gewährleisten, jedoch mit dem konsequenten Ausschluss aller Vorerkrankungen. Dies wäre dann in der Praxis so zu erklären, dass beispielsweise ein 65-jähriger Mann mit einer Vorerkrankung der Bandscheibe diese Behandlung, eventuelle Operationen und Rehabilitationen im Bedarfsfall nicht ersetzt bekommt. Alle anderen Krankheiten jedoch, die keinen kausalen Zusammenhang zu seiner Wirbelsäulenverletzung aufweisen, könnten beglichen werden. Eine Aufführung des gesamten Spektrums an Möglichkeiten ist hier aufgrund der Übersichtlichkeit auf gar keinen Fall möglich. Grundsätzlich sollten sich jedoch Arbeitgeber sowie auch der betroffene Arbeitnehmer schon rechtzeitig über den richtigen Versicherungsschutz Gedanken machen, um späteren Mehrkosten vorbeugen zu können. Da sich die Kosten im medizinischen Bereich und die Altersstruktur der Versicherten immer weiter nach oben entwickeln, ist es umso wichtiger sich diesem Thema vollumfänglich zu widmen. Es gibt natürlich die Möglichkeit, wieder nach Deutschland zurückzukehren. In vielen Fällen besteht die Möglichkeit, den privaten Krankenversicherungsschutz wieder aufleben zu lassen beziehungsweisewieder in die gesetzliche Krankenversicherung einzutreten. Jedoch ist die letztgenannte Möglichkeit immer von der jeweiligen Gesetzeslage abhängig. Gerade was die gesetzlichen Krankenkassen betrifft, lässt sich zum heutigen Zeitpunkt nicht sagen, ob diese Möglichkeit für Deutsche, die lange Jahre im Ausland gearbeitet haben und dann wieder zurückkehren, in zehn Jahren weiterhin gegeben ist. Auch das unterstreicht die Notwendigkeit der Beachtung der oben genannten Kriterien. Zum Schluss sollte beim Thema Krankenversicherung noch auf die Entwicklung der Beiträge im Alter und gegebenenfalls auf die Möglichkeiten der Reduzierung eingegangen werden. Oftmals möchten Beschäftigte, die lange Zeit in Singapur gearbeitet haben, einen Teil ihrer Rentenzeit auch im Ausland verbringen und haben, wie oben bereits erwähnt, natürlich Probleme mit der Weiterfinanzierung ihrer Krankenversicherung. Im Grunde könnte jeder vor Reiseantritt den eigenen privaten Krankenversicherungsschutz mit Altersrückstellung wählen, um diesem Problem weitestgehend aus dem Weg zu gehen. In der Praxis ist es jedoch so, dass sich dieses Bewusstsein erst nach einer gewissen Zeit im Ausland einstellt. Es ist dann aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen umso schwieriger, einen weltweiten Krankenversicherungsschutz nach deutschen Maßstäben mit Beitragsrückstellung zu erlangen, der auch im Alter noch unbegrenzt Gültigkeit hat und finanzierbar ist. Trotzdem ist dies möglich, jedoch nicht in der Anbieterbreite, wie man es in Deutschland gewohnt ist.

Karsten Gehrmann, Gehrmann Solutions Insurance Broker (Juni 2015)

Schweiz, Switzerland

 

 

Handy: +65 9126 3617

Fax: +65 6561 7053

E-mail: insurance@karstengehrmann.com

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